Entzündugen im Zahnfleisch – was tun?

Zahnfleischentzündungen sind eine sehr weit verbreitete Erkrankung. Oftmals bleibt sie unerkannt, da sie meist schmerzfrei ist. Diese Entzündungen sollten jedoch unbedingt behandelt werden, um Folgeerkrankungen zu vermeiden.

 

Welche Symptome treten auf?

Bei einem entzündeten Zahnfleisch ist eine Rötung und eine Schwellung an der betroffenen Stelle zu sehen. Häufig kommt es auch zu Blutungen beim Zähne putzen. Gesundes Zahnfleisch hat eine blass-rosa Farbe und füllt die Zwischenräume der Zähne vollständig aus. Bei Berührung, beim Essen und beim Zähne putzen kommt es nicht zu Blutungen.

 

Wodurch entstehen Zahnfleischentzündungen?

Meist sind Bakterien der Auslöser für Entzündungen des Zahnfleischs. Sie setzen sich zwischen den Zähnen fest, wenn sie nicht richtig entfernt werden. Dort bilden die Bakterien Säuren, die das Zahnfleisch angreifen. Infolgedessen bilden sich Zahnfleischtaschen, in denen sich die Giftstoffe und Bakterien ansiedeln und vermehren. Das Zahnbett entzündet sich. Aber auch ein Mangel an Vitamin B und Vitamin D kann ein Auslöser sein. Trockene Schleimhäute, Rauchen, Diabetes, eine ungesunde Ernährung und Stress sind ebenfalls Auslösefaktoren für diese Entzündungen.

 

Welches Risiko besteht bei einer Entzündung?

Blutendes Zahnfleisch wird von vielen Menschen meist ignoriert. Treten die Blutungen nur hin und wieder einmal auf, dann besteht in der Regel auch kein Grund zur Sorge. Blutet das Zahnfleisch jedoch regelmäßig und bleibt es unbehandelt, kann es zum Verlust der Zähne kommen. Eine unbehandelte Entzündung des Zahnfleisches kann sich zu einer Parodontitis entwickeln. Bei dieser Erkrankung hat sich die Entzündung bereits auf den gesamten Zahnhalteapparat ausgedehnt. Deshalb ist es wichtig, dass schon beim Beginn einer Zahnfleischentzüdung ein Zahnarzt aufgesucht wird. Neben der Therapie beim Zahnarzt, hilft auch eine gründliche Mundhygiene bei der Heilung und der Vorbeugung.

 

Wie erfolgt die Behandlung?

Eine leichte Zahnfleischentzüdung, die sich noch im Anfangsstadium befindet, kann manchmal schon mit einer gründlichen Mundpflege bekämpft werden. Hält die Entzündung jedoch über einen längeren Zeitraum an, ist eine zahnärztliche Behandlung erforderlich. Durch das Zurückbilden des Zahnfleisches liegen die Zahnhälse frei und die Zähne erscheinen länger. Bei einer chronischen Entzündung, können zu den Blutungen auch Schmerzen dazukommen.

Eine weitere unangenehme Begleiterscheinung ist Mundgeruch. Bei der Behandlung werden die Zahnzwischenräume und die Zahnflächen alle gründlich gereinigt. Hartnäckige Belege werden entfernt und behandelt. Mit einem Ultraschallgerät können auch die tiefer liegenden Belege entfernt werden. Anschließend erfolgt eine Politur der Zahnflächen, um ein erneutes ansiedeln der Bakterien zu verhindern.
Im Bereich der Hausmittel, hat sich Kamille als sehr wirksam erwiesen. Hierfür werden Kamillenblüten aufgekocht. Die betroffenen Stellen sollten mehrmals täglich mit dem Tee umspült werden.

 

Vorbeugende Maßnahmen

Das effektivste Mittel, um diese Entzündungen zu vermeiden, ist eine gründliche Mundpflege. Die Zähne sollten immer mit einer weichen Zahnbürste sanft gereinigt werden. Mit Zahnseide oder kleinen Interdental-Bürsten werden anschließend die Zwischenräume sorgfältig gereinigt. Eine antibakterielle Mundspülung sorgt dafür, dass auch die letzten Bakterien entfernt werden.

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